Versicherungen

Dienstunfähigkeitsversicherung - Schutzauf höchstem Niveau

Die Absicherung der eigenen Arbeitskraft gehört zu den wichtigsten Themen der privaten Vorsorge. Beamte, die aus gesundheitlichen Gründen dauernd unfähig sind ihrer Dienstpflicht nachzukommen bezeichnet man als dienstunfähig. Je nach Fall wird dies durch das Bundesbeamtengesetz §44 Abs. 1 oder dem Beamtenstatusgesetz §26 Abs. 1 geregelt. Die Absicherung nur durch eine normale Berufsunfähigkeitsversicherung ist daher für Beamte unzureichend. Einige, wenige Versicherer bieten echte Dienstunfähigkeitsversicherungen an. So können finanzielle Einbußen, durch Entlassung oder Versetzung in den Ruhestand, aufgefangen werden.

Die echte Dienstunfähigkeitsklausel
Damit eine Berufsunfähigkeitsversicherung als Dienstunfähigkeitsversicherung angesehen werden kann, bedarf es einer echten und vollständigen Dienstunfähigkeitsklausel. Diese ist in den Bedingungen der von uns vermittelten Berufsunfähigkeitsversicherung enthalten.

So heißt es in §1:11: Ist die versicherte Person Beamter im öffentlichen Dienst, so gilt sie als berufsunfähig, wenn sie – vor Erreichen der gesetzlich vorgesehenen Altersgrenze – aufgrund eines amtsärztlichen Zeugnisses wegen allgemeiner Dienstunfähigkeit entlassen bzw. in den Ruhestand versetzt wird.

Diese Formulierung definiert klar die Entlassung oder die Versetzung in den Ruhestand. Eine Dienstunfähigkeit kann eher als Berufsunfähigkeit eintreten. Für Beamte ist diese Klausel im Leistungsfall entscheidend, daher sollte sie unbedingt in einem Vertrag vorhanden sein.

Unechte und unvollständige Dienstunfähigkeitsklauseln

Leider gibt es zahlreiche Versicherer in Deutschland die behaupten das Risiko der Dienstunfähigkeit abzusichern, ohne dabei eine echte und vollständige Dienstunfähigkeitsklausel anzubieten. Eine genaue Prüfung der Klausel ist daher stets notwendig. Unechte und unvollständige Klauseln beinhalten Einschränkungen, die Häufigsten sind:

Keine Leistung bei Entlassung - Als berufsunfähig gelten Beamte, die wegen allgemeiner Dienstunfähigkeit in den Ruhestand versetzt werden.

Keinen Anspruch hätten hier Beamte die noch nicht auf Lebenszeit verbeamtet worden sind. Dazu zählen beispielsweise Beamte auf Probe oder Widerruf und Anwärter. Oft fehlt der Zusatz “Entlassung” in Kombination mit weiteren Einschränkungen.

Verweis auf Prüfung nach Berufsunfähigkeitskriterien - Bei Beamten die wegen allgemeiner Dienstunfähigkeit in den vorzeitigen Ruhestand versetzt werden, erfolgt die Prüfung der Berufsunfähigkeit nach den allgemeinen Bedingungen.

Die Klausel ist für Beamte völlig unbrauchbar. Es handelt sich hier um eine normale Berufsunfähigkeitsversicherung. Bei Dienstunfähigkeit wird auf die Prüfung nach den Kriterien der Berufsunfähigkeit verwiesen.

Beschränkung des Alters - Erfolgt bei allgemeiner Dienstunfähigkeit bis zum vollendeten 45. Lebensjahr die Versetzung in den Ruhestand, so wird die allgemeine Dienstunfähigkeit mit der Berufsunfähigkeit gleichgesetzt.

Ein Beamter der mit dem 50. Lebensjahr als allgemein Dienstunfähig eingestuft wird, hätte hier keinen Anspruch auf Leistung. Natürlich steigt mit dem Lebensalter auch die Wahrscheinlichkeit der Dienstunfähigkeit. Daher sollte auch von dieser Variante Abstand genommen werden.

Berücksichtigung des Gesundheitszustand - Beamte gelten im Sinne dieser Bedingungen als berufsunfähig, wenn Sie ausschließlich durch Ihren Gesundheitszustand, als allgemein und dauernd Dienstunfähig in den Ruhestand versetzt worden sind.

Der Versicherer wird, neben der Vorlage des amtsärztlichen Zeugnisses, eine eigene Prüfung des Gesundheitszustandes anstreben. Kommt diese zum Ergebnis, dass die versicherte Person arbeitsfähig ist, obwohl Dienstunfähigkeit besteht, so kann dies eine Minderung oder keine Leistung zur Folge haben.

Staffelung der Leistung - Die allgemeine Dienstunfähigkeit wird mit der Berufsunfähigkeit gleichgesetzt. Die vereinbarte Rente wird gezahlt nach einer Versicherungsdauer von 5 Jahren zu 25%, von 10 Jahren zu 50% und von 15 Jahren zu 100%.

Es erfolgt keine vollständige Leistung innerhalb der ersten 15. Vertragsjahre. Diese Variante ist nur noch sehr selten zu finden. Tritt eine Dienstunfähigkeit nach z.B. 5 Jahren ein, so wird sie wahrscheinlich nicht zu Absicherung des Lebensstandards ausreichen.

Die echte Dienstunfähigkeitsklausel bietet den Schutz den Beamte benötigen.

Unter Umständen können weitere spezielle Klauseln wie beispielsweise die Vollzudienstunfähigkeitsklausel eingeschlossen werden. Diese werden ebenfalls von den von uns vermittelten Tarifen angebotenen und sollten in einer Absicherung berücksichtigt werden.

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Im Leistungsfall
Beispielsweise ein 40-jähriger Beamter erhält nach 20 ruhegehaltsfähigen Jahren folgende Bezüge: Ruhegehaltsfähige Dienstbezüge= 2.500 Euro das sind netto etwa 2.100 Euro.

Durch Krankheit wird dieser Beamte vom Amtsarzt für dienstunfähig erklärt. Das amtsärztliche Gutachten reicht aus, um die Zahlung derDienstunfähigkeitsrente zu veranlassen. Unser Versicherer verzichtet dabei auf eine eigene medizinische Prüfung, sowie auf den Verweis, dass ein anderer Beruf ausgeübt werden könnte.

Das Ruhegehalt beträgt 1.419 Euro, die Dienstunfähigkeitsrente= 750 Euro. Durch diese Absicherung verfügt der Beamte nun über 2.169 Euro monatlich.

An diesem Beispiel wird deutlich, dass die Zahlung des Ruhegehalts oft nicht ausreicht den Lebensstandard zu halten. Während des Leitungsbezuges müssen keine weiteren Beiträge an die Dienstunfähigkeitsversicherung gezahlt werden und die Überschussbeteiligung sorgt für eine jährliche Erhöhung der Dienstunfähigkeitsrente.

Beamte auf Lebenszeit
Diese Beamten können eine Monatsrente von 750 Euro ohne Nachweise absichern. Mit dem Nachweis einer Beamtenversorgungsanalyse kann eine Monatsrente von bis zu 1.250 Euro abgesichert werden. Ohne erneute Gesundheitsprüfung kann der Versicherungsschutz bei einer neuen Lebensphase wie beispielsweise Heirat oder Geburt eines Kindes angepasst werden.

Anwärter, Beamte auf Probe, Beamte auf Widerruf
Gerade junge Beamte benötigen eine Absicherung, da hier bei Dienstunfähigkeit kein oder nur ein sehr geringer Leistungsanspruch besteht. Aufgrund des hohen Versorgungsbedarfes kann neben dem Grundvertrag mit einer Monatsrente von bis zu 750 Euro, ein Ergänzungsvertrag für eine monatliche Gesamtrente von 1.500 Euro gewählt werden. Dieser Ergänzungsvertrag kann bis zum 30. Lebensjahr in Ausnahmefällen bis zum 35. Lebensjahr genutzt werden.

Innerhalb von drei Monaten nach Ernennung zum Beamten auf Lebenszeit besteht die Möglichkeit ohne erneute Gesundheitsprüfung Laufzeit und Höhe der Dienstunfähigkeitsversicherung anzupassen.

Spezielle Dienstunfähigkeitsrisiken - Die Dienstunfähigkeitsversicherung kann für nachfolgende spezielle Beamtengruppen erweitert werden.

Polizeivollzugsdienstunfähigkeit
Polizeibeamte können nach Bundespolizeibeamtengesetz §4 Vollzugsdienstunfähig werden, wenn Sie den besonderen gesundheitlichen Anforderungen des Vollzugsdienstes nicht mehr genügen und nicht zu erwarten ist, dass Sie ihre voll Verwendungsfähigkeit innerhalb von zwei Jahren wiedererlangen.

Je nach Absicherungsvariante wird 30 Monate oder 72 Monate geleistet. Besteht über diesen Zeitraum hinaus eine Dienst- oder Berufsunfähigkeit, so wird die versicherte Rente bis zum Leistungsendalter weiter gezahlt.

Feuerwehrdienstunfähigkeit
In einigen Bundesländern können auch Feuerwehrbeamte bei Feuerwehrdienstunfähigkeit in den Ruhestand versetzt oder entlassen werden. Diese liegt, wie bei Polizeibeamten, vor wenn die gesundheitlichen Anforderungen für den Dienst nicht mehr gegeben sind. Je nach Variante können 30 Monate oder 72 Monate abgesichert werden. Nach Ablauf wird bei verbleibender Dienst- oder Berufsunfähigkeit, die bis zum Leistungsendalter vereinbarte Rente weiter gezahlt.

Berufssoldaten und Soldaten auf Zeit
Auch Soldaten auf Zeit und Berufssoldaten können das besondere Risiko Ihrer Tätigkeit einschließen.

Wissenswert:  Der Versicherungsschutz besteht weltweit. Die Dienstunfähigkeitsversicherung kann als eigenständiger Vertrag oder als Zusatzversicherung beispielsweise zu einer Risikoversicherung versichert werden. Wird eine Krankenvollversicherung zum Beispiel eine Beihilferestkostenversicherung beim gleichen Versicherer abgeschlossen, so kann innerhalb von drei Monaten eine Dienst- oder Berufsunfähigkeitsversicherung ohne erneute Gesundheitsprüfung beantragt werden.

Ihr persönlicher FAD24 Berater ist für immer Sie da. Sie möchten sich zuverlässig mit der Dienstunfähigkeitsversicherung absichern, haben noch offene Fragen oder brauchen weitere Informationen? Wir beraten Sie gerne persönlich! Wenden Sie sich einfach an einen unserer kompetenten Berater in unserem Kerpener Büro.

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