Sachwertanlagen verhindern Kapitalverlust durch Inflation

in Deutschland befindet sich die Inflationsrate aktuell bei unter zwei Prozent und das ist ein durchaus moderates Niveau, aber trotzdem machen den Anlegern die niedrigen Kapitalmarktzinsen zu schaffen. Wer sich für Festgeld- oder Tagesgeldanlagen  entscheidet, erhält zum Teil nur noch Zinsen die unter einem Prozent liegen. Da die Inflationsrate von knapp unter zwei Prozent fast doppelt so hoch ist wie der Zinssatz bei derartigen Anlageformen, erleiden viele Anleger einen realen Kapitalverlust. Trotz Zinsgutschrift schrumpft das Kapital momentan stetig, was in erster Linie an der Inflationsrate liegt. Aus diesem Grund empfehlen wir den Kleinanlegern, dass diese zumindest ein Teil Ihres Gesamtkapitals in andere Anlageformen investieren sollten, die als inflationsgeschützt gelten. Es handelt sich dabei vor allem um  Sachwertanlagen, durch die ein Kapitalverlust infolge Inflation verhindert werden kann.

Eigenschaften und Merkmale der Sachwertanlagen

Grundsätzlich haben alle Sachwertanlagen eine gemeinsame Eigenschaft, nämlich dass ein echter Wert hinter dieser Kapitalanlage steht. Um diese Besonderheit hier zu verdeutlichen, möchten wir zunächst eine verzinsliche Geldanlage vorgestellen, da diese im Prinzip das genaue Gegenteil einer Sachwertanlage ist. Bei verzinslichen Anlageformen, wie beispielsweise Tages- oder  Festgeld, verfügt der Anleger im Prinzip lediglich über einen Buchwert des Geldes. Das Kapital wird als Guthaben auf einem Konto geführt und die Zinsen ergeben sich allein aus dem angelegten Geld, ohne dass ein echter Wert hinter dieser Anlage stehen würde. Bei der Sachwertanlage ist das vollkommen anders, denn hier wird das Kapital des Anlegers in reale  Werte investiert, die in physischer Form existieren. Bei diesen Werten handelt es sich beispielsweise um Unternehmen, Immobilien oder Rohstoffe. Das sind im Wesentlichen die drei folgenden Sachwertanlagen, in die Anleger investieren können: Aktien, Immobilien und Edelmetalle.

Aktien bieten Inflationsschutz
Zu den klassischen Sachwertanlagen, die mit einem Inflationsschutz ausgestattet sind, gehören unter anderem Aktien. In diesem Fall beteiligt sich der Anleger durch den Erwerb der Aktien an einem Unternehmen, also in gewissem Sinne an einem physisch vorhandenen Wert. Grundsätzlich ist die Wertentwicklung des Unternehmens dabei unabhängig von der Inflationsrate, sodass das investierte Kapital bei steigender Inflation nicht zwangsläufig an Wert verliert, wie es bei verzinslichen Geldanlagen der Fall ist.

Darüber hinaus kann der Anleger bei Aktien davon profitieren, dass es sich um eine Anlageform handelt, die, betrachtet man sie langfristig, im Durchschnitt mit einer sehr guten Rendite ausgestattet ist. Allerdings zeigen sich die Aktienmärkte regelmäßig sehr volatil, also schwankungsintensiv, sodass Anleger sich der Gefahr bewusst sein müssen, das zumindest bei einem kurzfristigeren Anlagehorizont durchaus ein Risiko bei einem Aktieninvestment vorhanden ist. Das Hauptziel, nämlich den Kapitalverlust durch die Inflation zu verhindern, kann jedoch mit einer Anlage in Aktien sehr gut erreicht werden.

Immobilien als interessante Sachwertanlage
Zu den klassischen Sachwertanlagen gehören auch Immobilien, die ebenfalls mit einem Inflationsschutz ausgestattet sind. In diesem Fall investiert der Anleger in Häuser oder Wohnungen, die selbstverständlich ihren eigenen Wert haben und in physischer Form vorhanden sind. Am direktesten lässt sich in diesen Sachwert investieren, indem eine Eigentumswohnung oder ein Haus gekauft wird. Vielen Anlegern wäre der Kapitalaufwand allerdings deutlich zu groß, sodass nach alternativen Immobilieninvestments gesucht wird. Diese sind am Markt auch vorhanden, und zwar in Form von offenen oder geschlossenen Immobilienfonds.

Auch bei dieser Kapitalanlage verhält es sich so, dass die Wertentwicklung unabhängig von der Inflationsrate gegeben ist, sodass Anleger keinen Kapitalverlust fürchten müssen, der ausschließlich aufgrund der Geldentwertung stattfindet. Dennoch kann es auch bei einem Investment in offene und geschlossene Immobilienfonds zu einem Kapitalverlust kommen, jedoch ist dieser unabhängig von der Inflationsrate. Offene Investmentfonds sind insbesondere für Kleinanleger und Sparer optimal geeignet, da die Fondsanteile in aller Regel bereits ab einem Kapitaleinsatz von 50 Euro zu erwerben sind. Wer hingegen transparent, mit mehr Vermögen und einer Aussicht auf einen höheren Ertrag investieren möchte, der entscheidet sich häufig für geschlossene Immobilienfonds.

Edelmetalle als inflationsgeschütztes Investment
In den Verbund der Sachwertanlagen gehören auch die Edelmetalle zu den Anlageformen, bei denen es keine Kapitalverluste gibt, die ausschließlich auf die Geldentwertung (Inflation) zurückzuführen wären. Dies trifft insbesondere unter der Voraussetzung zu, dass sich der Anleger für ein physisches Investment in diese Edelmetalle entscheidet. Eine derartige Investition sieht so aus, dass zum Beispiel Goldbarren, Goldmünzen oder Barren und Münzen aus Silber gekauft werden.

In diesen Fällen hält der Anleger ebenfalls einen echten physischen Wert in seinen Händen, dessen Preisentwicklung unabhängig von der Inflationsrate stattfindet. Darüber hinaus haben Edelmetalle, wie Gold und Silber noch einen weiteren Vorteil, nämlich als krisensichere Anlageform. In Zeiten politischer Unruhen oder Wirtschaftskrisen sind diese Rohstoffe nämlich besonders gefragt, sodass sie ihren Wert oftmals sogar erhöhen können. Darüber hinaus greifen bei ansteigender Inflation immer mehr Anleger auf die Edelmetalle zurück, was wiederum zu einem Preisanstieg führt.

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