Versicherungen

Entführungs- und Lösegeldversicherung

Immer wieder sorgen Entführungen mit Lösegeldforderungen für Schlagzeilen. Entführungen gegen Lösegeld und Erpressung sind in vielen Teilen unserer Welt eine reale und stark zunehmende Bedrohung. Jährlich wird von mehreren tausend Fällen aus vielen Ländern im zweistelligen Bereich berichtet. Die Dunkelziffer dürfte  jedoch weitaus höher liegen. Die hauptsächlichen Hintergründe für Entführungen und Erpressungen sind  Armut, Gesetzlosigkeit und politische Unruhen.

In einigen Ländern der Erde hat sich Menschenraub schon fast zu einer neuen Geschäftsidee entwickelt. Betroffen sind nicht ausschließlich wohlhabende oder in der Öffentlichkeit stehende Privatpersonen. Immer öfter geraten Mitarbeiter von im Ausland tätigen Unternehmen sowie Touristen, die Ihren Urlaub in Ländern verbringen, die als politisch instabil oder allgemein unsicher gelten, ins Visier dieser Kriminellen. Selbst Entwicklungshelfer werden nicht mehr verschont.

Den Tätern geht es meist nur um die Zahlung von Lösegeld und nicht darum, ihren Geiseln wirklichen Schaden zuzufügen. Für die entführte Person und die betroffenen Familienangehörigen ist eine Entführung eine traumatische Erfahrung und keine Versicherung kann das Erlebte wieder rückgängig machen.

Aber die Entführungs- und Lösegeldversicherung sichert schnelle und professionelle Hilfe in diesem Krisenfall zu und schützt vor  den finanziellen Risiken. Die auch Kidnap & Ransom genannte Versicherung gewährt dem Versicherten den Zugang zu einem Krisenberater, der im Entführungsfall alle notwendigen Schritte einleitet. Dazu gehören auch die Analyse der Lage und die Beratung vor Ort, das Erarbeiten strategischer Optionen und die  Etablierung notwendiger Kommunikationskanäle.

Weshalb ist eine Lösegeldversicherung sinnvoll?

Entführungen mit dem Ziel der Erpressung von Lösegeld, das so genannte „Kidnap and Ransom“, zu deutsch „Erpressung gegen Lösegeld“, nimmt weltweit zu. Allein diese Tatsache erfordert eine erhöhte Wachsamkeit und ein umfassendes Risiko-Management seitens besonders vermögender Familien, Einzelpersonen oder durch weltweite Reisetätigkeit gefährdeter Organisationen.

Viele Unternehmen positionieren sich verstärkt auf internationalen Märkten, wobei sie durch ihr Engagement auch diverse geographische Regionen erschließen. Diese Tatsache jedoch beinhaltet vielfältige Risiken und die Gefahr, das Opfer einer Entführung und damit einer Erpressung zu werden. Neben weltweit tätigen Firmen und Organisationen, die ihre Mitarbeiter ins Ausland entsenden oder dort beschäftigen, können ebenso wohlhabende Menschen von diesem Risiko betroffen sein.

Die Folgen sind häufig nicht nur horrende Lösegeldzahlungen, sondern auch die Unterbrechung der Geschäftstätigkeit sowie Rechtsstreitigkeiten, die für Betriebe und auch Privatpersonen häufig zu hohen Vermögensschäden und zu einem Imageverlust führen können. Aus diesen Gründen können sich Sicherheitsrisiken von Unternehmen nicht nur in Form von Entführungen, sondern auch durch Körperverletzungen von Mitarbeitern, Beschädigungen von Anlagen, Bestechungen und Erpressungen manifestieren.

Die Grundsatzentscheidung des Bundesverwaltungsgerichtes (BVerWG), die 2009 verkündet wurde, hat  ebenfalls zu erhöhter Aktualität dieses Themas geführt. Nach Aussagen des BVerWG müssen demnach im Ausland entführte Deutsche Staatsbürger grundsätzlich die Kosten für ihre Befreiung bei Entführung selbst tragen. Aus dem geltenden Gesetz sind ausreichende gesetzliche Grundlagen für finanzielle Rückforderungen ersichtlich, so die Entscheidung der Richter. Besonders ist in diesem Zusammenhang hervorzuheben, dass generell die entstandenen Kosten geltend gemacht werden können- und zwar unbegrenzt, da das Gesetz diesbezüglich keine Begrenzung vorsieht.

Daher spricht, neben der Tatsachen, dass die Befreiungskosten in unbegrenzter Höhe selbst zu tragen sind, auch der enorme Anstieg der weltweit gezahlten Lösegeldsummen für eine Entführungs- und Lösegeldversicherung der betroffenen Personengruppen und Unternehmen.

Welche Leistungen beinhaltet eine Entführungs- und Lösegeldversicherung?
Die „Kidnap & Ransom“ Versicherung, stellt dem Versicherten einen Krisenberater zur Seite, der gegebenenfalls die notwendigen Schritte einleitet, inklusive der Analyse und Beratung vor Ort, das Aufbauen notwendiger Kommunikationskanäle sowie das Erarbeiten strategischer Vorgehensweisen. Darüber hinaus hilft der Krisenberater bei der Kooperation mit nationalen und lokalen Behörden, unterstützt den Umgang mit den Medien, übernimmt die Betreuung der Angehörigen während der Krise und hilft bei der Rehabilitation des Opfers. Ebenfalls umfasst diese Versicherung die Deckung des Lösegeldes und erstattet alle sonstigen Kosten, die den Versicherungsfall betreffen. Dazu zählen unter anderem:

  • Reisekosten
  • Kosten für Rechtsberatung
  • Kosten für Informanten
  • Rehabilitations- und Genesungskosten
  • Kapitalleistungen bei Personenschäden

Gute Kidnap & Ransom Versicherungen versichern weiterhin die Kosten des Krisenberaters in unbegrenzter Höhe, unabhängig von der gewählten Versicherungssumme.

Was ist vor Abschluss zu beachten?
Für einen maßgeschneiderten Abschluss dieser Versicherung, ist u.a. die Höhe der Versicherungssumme ausschlaggebend, die unbedingt an das eigene Vermögen und eine mögliche Forderung angepasst sein sollte. Gleichsam ist es ratsam, den örtlichen Geltungsbereich vor Vertragsunterzeichnung zu besprechen. Viele tarifliche Leistungen sehen zudem eine psychologische Betreuung der Angehörigen sowie der Entführungsopfer vor. Auch Erweiterungen sind bei einigen Verträgen möglich, beispielsweise in Form einer Verkehrsmittelentführung.

Ebenso beinhaltet das Produktportfolio häufig eine Betriebsunterbrecherversicherung, da diese für viele Unternehmen eine wichtige Variante sein kann. Denn von der Entführungs- und Lösegeldversicherung werden auch die Ausfälle und Kosten, die durch eine Entführung entstehen, übernommen. Auch sollte nicht nur der Versicherungsnehmer, sondern ebenso seine Familie ausreichend abgesichert sein.

Welche Kosten werden im Schadensfall übernommen?
Generell werden alle Kosten und Ausfälle, die durch die Entführung sowie das geforderte Lösegeld entstehen, übernommen. Dies sind im Einzelnen:

  • Erpressungsgelder
  • Lösegelder
  • Rechtsberatungskosten
  • Kosten, die durch den Einsatz des Krisenmanagements entstehen
  • Etwaige Verluste bei der Übergabe des Lösegelde
  • Tod oder Invalidität des Entführten

Weiterhin werden von einigen Anbietern auch folgende Kosten gedeckt:

  • Reisekosten
  • Darlehenszinsen
  • Kosten für Informanten
  • Ambulante und stationäre ärztliche Behandlung
  • Finanzielle Verluste
  • Gehälter
  • Rehabilitationsbehandlungen

Wann beginnt der Versicherungsschutz?
Mit Erhalt des Versicherungsvertrags sowie Zahlung der ersten Prämie beginnt, wenn nichts anderes vereinbart, der Versicherungsshutz
.
Welche Deckungssumme ist sinnvoll?
Wie hoch die jeweiligen Summen ausfallen sollten, hängt immer von den individuellen Gegebenheiten ab. Daher sind detaillierte Empfehlungen nicht möglich.

Welche Besonderheit besteheng?
Die Lösegeldversicherung gehorcht, anders als die meisten sonstigen Versicherungsarten, eigenen Gesetzmäßigkeiten. Da eine solche Absicherung immer mit einer gewissen Brisanz behaftetet ist, werden alle beteiligten Personen über den Abschluss einer solchen Versicherung Stillschweigen vereinbaren, das in den meisten Versicherungsverträgen sogar festgeschrieben wird, damit sich die Gefahr einer Entführung nicht noch erhöht.

Aus Gründen des Datenschutzes und der Schweigevereinbarung dürfen wir Ihnen leider nicht veraten wie viel Erfahrung und Know-How wir mit der Lösegeldversicherung haben. Wur können Ihnen nur mutteilen, dass wir Sie ausführlich und nur in persönlichen Gesprächen zu diesem Thema beraten werden. Sie möchten weitere Informationen über die Lösegeödversicherung, dann vereinbaren Sie bitte einen Gesprächstermin mit uns.