Geldvernichtung durch Inflation & Co

Vor etwa 90 Jahren erreichte die deutsche Hyper-Inflation ihren Zenit und obwohl die damaligen Ereignisse noch fest im kollektiven Gedächtnis Deutschlands verankert sind, warnen die Finanzexperten vor einer gegenteiligen Entwicklung. Was muss passieren, damit es zu einer Inflation kommt?

Galoppierende Inflation
Im Jahr 1923 waren Deutsche mit Wäschekörben voller Banknoten unterwegs, dieses Geld verlor stündlich an Wert. Das war damals  passiert war bezeichnete man später als Hyper-Inflation! Diese tritt sobald die monatliche Teuerung  einen Wert von 50 Prozent übersteigt. Im 20. Jahrhundert zählte ein US-Ökonom von der John Hopkins University 56 solcher Episoden. Im Jahre 1923 erlebte Deutschland durchschnittliche monatliche Preissteigerungen die um 29,5 Prozent lagen, also 21 Prozent pro Tag. Vor dem Ersten Weltkrieg war ein Dollar noch 4,20 Mark wert, zuletzt kletterte der Gegenwert auf 4,2 Billionen Mark, das ist die unfassbare Menge von 192 Trillionen Mark die sich damals im Umlauf befand. Im damaligen täglichen Leben verschwand die Mark, die zwischenzeitig als Recheneinheit genauso wertlos war wie auch als Wertanlage. Die üblichen Zahlungsmittel waren Dienstleistungen und Naturalien. Im November 1923 beendete die Einführung der Rentenmark diese Hyper-Inflation. Die Rentenmark war durch Grund und Boden abgefedert und in ihrer Umlaufmenge begrenzt, sie wurde 1924 zur gold- und devisengedeckten Reichsmark.

Und was ist heute? Die Inflationsrate betrug 2011 = 2,3%, 2012 = 2,0%,2013 = 1,5% und 2014 niedrige 0,9% pro Jahr. Trotzdem lebt die Angst vor der Rückkehr einer Hyper-Inflation als Symbol exzessiver Geldvernichtung in den Köpfen der Bürger weiter. Die Mehrzahl der Ökonomen rechnen nicht mit der Rückkehr der Hyper-Inflation, sehen jedoch angesichts weiter sinkender Preise innerhalb der Eurozone die große Gefahr einer Deflation. Die Ökonomen sind sich einig, dass Sparprogramme, die die Bundesregierung der Eurozone verordne, die falsche Strategie wären - nur Investitionen schafften langfristig neue Arbeitsplätze.

Kommt 1923 wieder zurück? Die Europäische Zentralbank (EZB) senkte den Leitzins erneut - auf historisch niedrige 0,05 Prozent. Die Stimmen mehren sich nun, die angesichts dieser Nullzinspolitik eine neue Hyper-Inflation erwarten. Gibt es denn Parallelen zu 1923? Das Deutsche Reich war total überschuldet, nämlich mit 160 Prozent seiner Wirtschaftsleistung, das entspricht der Wirtschaftsleistung Griechenlands im Jahr 2013. Die damalige Reichsbank begegnete diesen Finanzierungsengpässen, indem sie einfach  mehr Geld druckte und direkt nach dem Ersten Weltkrieg krankte die Weltwirtschaft an einer Vertrauenskrise. Gibt es denn noch mehr Parallelen? Nicht in der heutigen Zeit der stabilen politischen Verhältnisse. Denn nach dem Jahr 1918 beutelten Deutschland diverse Krisen und diese führten dazu, dass internationale Investoren, die mit der Erholung der Wirtschaft gerechnet hatten, ihr gesamten Kapital wieder abzogen. Unter den damaligen Rettungsmaßnahmen der Reichsbank waren: unkontrollierte Diskontierung von Staatspapieren und Unmengen an Schuldtiteln, die deutlich unter der Inflationsrate verzinst wurden.

Das wäre heute undenkbar, denn die Richtlinien der Europäische Zentralbank verbieten es den Notenbanken, Staatshaushalte direkt zu bedienen. Da das auch in anderen Industrieländern gesetzlich verboten ist, so die Hochschule für Technik und Wirtschaft, sei eine europäische Hyper-Inflation eher unwahrscheinlich. Auch höhere Defizite führten nicht zwangsläufig dazu, wie beispielsweise der Schuldenstand der Vereinigten Staaten von mehr als 100 Prozent nach 1945, oder im heutigen Japan mit 150 Prozent, zeige. Eine Inflation drohe nur unter bestimmten kombinierten ökonomischen und politischen Bedingungen, wie zuletzt in Zimbabwe, als die Enteignung weißer Farmer zu erheblichen Produktionseinbußen führte. Doch obwohl die Inflation seit 2000 deutlich niedriger als zwischen 1960 und 1999 liegt, wird seit der Jahrtausendwende eine wachsende deutsche Inflationsangst befürchtet.

Inflation vernichtet Geld

Experten nicht einig - Inflation oder Deflation?
Sorglosigkeit ist trotzdem unangebracht, denn die derzeit niedrigen Inflationsraten sind unmittelbares Ergebnis der Finanzkrise, wo quasi Geld im Milliardenumfang vernichtet wurde. Die Geldschöpfung der Notenbanken soll dies in den Bankbilanzen wieder ausgleichen, wirkt also nicht real inflationsfördernd.

Aktuell üben sich die europäische Staaten, dazu angehalten durch Deutschland, in Haushaltsdisziplin. So befürchtet die Ökonomen angesichts restriktiver deutscher Geldpolitik Deflation, Firmeninsolvenzen und erneute Krisen im Bankensektor. Aber alle h hoffen, dass sich die EZB nicht vom deutschen Inflationstrauma, sondern eher von Tatsachen leiten lässt. Dagegen winken Wirtschaftshistoriker ab: Eine Gefahr durch deutsche Stabilitätspolitik bestehe kaum, denn Geldstabilität sei das Fundament deutscher Wirtschaftskraft, während Inflationspolitik deutsche Unternehmen gefährde.

Experten sind jedenfalls davon überzeugt: Auf lange Sicht ist eine Inflation unausweichlich, falls man weiter auf Nullzinspolitik und Gelddrucken setzt. Denn der Staat hat Interesse daran, dass die Preise steigen. Im Jahre 1923 sanierte sich die damalige Regierung auf Kosten der Inhaber von Kriegsanleihen, aber verschenkte dadurch auch das Vertrauen in Demokratie und Kapitalismus. Die Quittung kam im Jahr 1933 als Adolf Hitler zum Reichskanzler gewählt wurde.

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