Originalbriefe von Kunden an Versicherer

Schadensachbearbeiter/innen haben im Regelfall selten etwas zu lachen. Aber manchmal bekommen sie Briefe auf den Schreibtisch, die von unfreiwilliger Komik strotzen und deren Inhalt manchmak lustiger ist als eine Comedy-Show im Fernsehen. Denn Kunden s hildern  auf sehr unterhaltsame Weise ihre Unfälle, beschreiben unglaubliche Zusammenhänge und erfinden die tollsten Ausreden.

Schaden Humor


Ich fuhr mit meinem Auto gegen die Leitplanke, überschlug mich und prallte gegen einen Baum aber dann verlor ich die Herrschaft über mein Fahrzeug.


Der Fußgänger hatte anscheinend keine Ahnung, wo er hingehen wollte, da habe ich ihn überfahren.


Ich fand ein großes Schlagloch und blieb in demselben.


Nachdem ich vierzig Jahre gefahren war, schlief ich während der Fahrt am Lenkrad ein.


Ich hatte den ganzen Tag Pflanzen eingekauft. Als ich die Kreuzung erreichte, wuchs plötzlich ein Busch in mein Blickfeld, und ich konnte das andere Fahrzeug nicht mehr sehen.


Das andere Auto kollidierte mit dem meinigen, ohne mir vorher seine Absicht mitzuteilen.


Ich bin deshalb so schnell gefahren, um die Biene durch den Luftzug aus dem Fahrzeug zu bekommen.


Wir hielten an einer Böschung die zum See runter führt. Dort kam es zu zwischenmenschlichen Beziehungen, die aber schlagartig aufhörten, als sich das Fahrzeug im See befand.


Auf halber Strecke rannte ein ortskundiger Hase in selbstmörderischer Absicht auf die Straße. Dann gelang es ihm, sich das Leben am Abschlussblech meines Autos zu nehmen


Außerdem bin ich vor meinem ersten Unfall und nach meinem letzten Unfall immer unfallfrei gefahren.


Der Bursche war überall und nirgendwo auf der Straße. Ich musste mehrmals kurven, bevor ich ihn traf.


Ich musste ihn leider aufs Korn, das heißt präzise, auf den Kühler nehmen; dann fegte ich ihn seitlich über die Windschutzscheibe ab.


Ich habe gestern Abend auf der Heimfahrt einen etwa 20 Meter langen Zaun niedergemäht. Ich melde Ihnen den Schaden vorsorglich, aber bezahlen müssen Sie nichts, denn ich bin unerkannt entkommen.


Mein Auto fuhr einfach geradeaus, was in einer Kurve allgemein zum Verlassen der Straße führt.


Als ich auf die Bremse treten wollte, war diese nicht da.


Ich entfernte mich vom Straßenrand, warf einen Blick auf meine Schwiegermutter und fuhr die Böschung hinunter.


Die Polizisten, die den Unfall aufnahmen, bekamen von meiner Braut alles gezeigt, was sie sehen wollten.


Schon bevor ich ihn anfuhr, war ich davon überzeugt, dass dieser alte Mann nie die andere Straßenseite erreichen würde.


Ein unsichtbares Fahrzeug kam aus dem Nichts, stieß mit mir zusammen und verschwand dann spurlos.


Als mein Auto von der Straße abkam, wurde ich hinausgeschleudert. Später entdeckten mich so ein paar Kühe in meinem Loch.


Der Mopedfahrer, der am Tatort alles miterlebte, hatte der Fahrerin meines PKW aufrichtig erklärt, daß er seiner Zeugungspflicht nachkommen werde.


Im hohen Tempo näherte sich mir der Telegraphenmast. Ich schlug einen Zickzackkurs ein, aber dennoch traf mich der Telegraphenmast am Kühler.


Das Pferd lief über die Fahrbahn, ohne sich vorschriftsmäßig zu vergewissern, ob die Straße frei ist!


Das Polizeiauto gab mir ein Signal zum Anhalten. Meine Fahrt endete an einem Brückenpfeiler.


An der Kreuzung hatte ich einen unvorhergesehenen Anfall von Farbenblindheit.


Ich fuhr rückwärts eine steile Straße hinunter, durchbrach eine Grundstücksmauer und rammte einen Bungalow. Ich konnte mich einfach nicht mehr erinnern, wo das Bremspedal war.


Vor mir fuhr ein riesiger Möbelwagen mit Anhänger. Der Sog war so groß, dass ich über die Kreuzung gezogen wurde.


Ein Fußgänger kam plötzlich vom Bürgersteig und verschwand dann wortlos unter meinem Wagen.


Ich habe nun so viele Formulare ausfüllen müssen, daß es mir bald lieber wäre, mein geliebter Mann wäre überhaupt nicht gestorben.


Die Ermittlung wegen Versicherungsbetrugs ist noch nicht abgeschlossen. Der Versicherte starb mittlerweile eines natürlichen Todes. Solche Pannen dürfen nicht passieren.


Die Heirat mit meinem Mann war ein Risiko. Er ist auf und davon, der kommt nicht wieder. Sie können mir also die Risikoversicherung auszahlen.


Wie hoch ist die Prämie für meinen Mann, der zwar im April 60 Jahre alt wurde, aber 10 Jahre jünger aussieht?


Ich bin schwer krank gewesen und zweimal fast gestorben. Da können Sie mir doch wenigstens das halbe Sterbegeld auszahlen.


Ich bin in eine Sekte eingetreten. Jetzt weiß ich, dass ich ewig leben werde und kündige daher meine Lebensversicherung.


Sofort nach dem Tod meines Mannes bin ich Witwe geworden.


Bitte ändern Sie meinen Vertrag so ab, daß bei meinem Todesfall die Versicherungssumme an mich bezahlt wird.


Einnahmen aus der Viehhaltung haben wir keine. Mit dem Tod meines Mannes ging das letzte Rindvieh vom Hof.


Ich dachte, das Fenster sei offen, es war jedoch geschlossen, wie sich herausstellte, als ich meinen Kopf hindurchsteckte.


Wer mir die Geldbörse gestohlen hat kann ich nicht sagen, weil aus meiner Verwandtschaft niemand in der Nähe war.


Hiermit kündige ich Ihre Haftpflichtversicherung. Diese Versicherungs brachte mir nur Pech und zur Zeit bin ich in Haft. Daher brauche ich keine Haftpflichtversicherung mehr.


Das Glas ist kaputt, ich schicke Ihnen hier einen Splitter von der Scheibe mit, woran Sie sehen können, dass sie hin ist, denn sonst wäre sie noch ganz unbeschädigt.


Mein Dachschaden wurde wie vorgesehen am Montagmorgen behoben.


Dann brannte plötzlich der Weihnachtsbaum. Die Flammen griffen auf den Vorhang über. Mein Mann konnte aber nicht löschen, weil er wie ein Verrückter nur die Hausrat-Versicherungspolice suchte.


Erfahrungsgemäß regelt sich sowas bei einer gewissen Sturheit von selbst. Darum melde ich Unfälle immer erst, wenn der Gegner mit Zahlungsbefehlen massiv wird.


Mein Sohn hat die Frau nicht umgerannt. Er ist einfach vorbeigerannt. Dabei ist die Frau durch den Luftzug umgefallen.


Meine Tochter hat sich den Fuß verknackst, weil dieses verdammte Weibervolk ja keine vernünftigen Schuhe tragen will.


Der Tennisball kam elegant und sauber an - abgeschlagen von meiner Tochter. Ich habe nur leider den Kopf statt des Schlägers hingehalten.


Erlaube ich mir, wieder ein Rezept über Antibabypillen beizufügen, da ich glaube, dass dies Ihre Versicherung doch sicher billiger kommt als eine Schwangerschaft mit Klinik-Entbindung und vielen Nebenkosten zu erstatten.


Ihr Computer hat mir ein Kind zugelegt. Aber ich habe kein Kind. Schon gar nicht von Ihrem Computer.


Wenn ich oft krank werde, geht Sie das gar nichts an, Sie haben bloß zu zahlen, sonst verzichte ich in Zukunft ganz auf das Kranksein!


Ich habe mir den rechten Arm gebrochen meine Braut hat sich den Fuß verstaucht - ich hoffe, Ihnen damit gedient zu haben.


Während des bekannten Tanzes Holladihia-Hoppsassa sprang ich übermütig nach oben, wobei mich mein Tanzpartner kräftig unterstützte. Dabei kam mir die Zimmerdecke schneller als erwartet entgegen.


Dr. K. hat mir neue Zähne eingesetzt, die zu meiner Zufriedenheit ausgefallen sind.


Ich habe meinen Kombi direkt vor meiner Gaststätte entladen, weil ich schwanger bin. Dabei hat mir ein Bekannter geholfen.


Da sprang der Verfolgte ins Wasser und tauchte trotz mehrmaliger Aufforderung nicht mehr auf.


Ihre Argumente sind wirklich schwach. Für solche faulen Ausreden müssen sie sich einen Dümmeren suchen, aber den werden Sie kaum finden.


Heute schreibe ich zum ersten und letzten Mal. Wenn Sie dann nicht antworten, schreibe ich gleich wieder.


Nach Ansicht des Sachverständigen dürfte der Verlust zwischen 250.000 Euro und einer Viertelmillion liegen.


Und weil das Finanzamt immer so nett zu mir war, habe ich nach oben aufgerundet.


In der Anlage übersende ich Ihnen eine Duplikatsrechnung, die keine Duplikatsrechnung mehr ist, weil ich das Original verloren habe.


Ich möchte nochmals erklären, dass ihr Mitarbeiter Verträge nur in Gaststätten bespricht und sehr viel Bier und Korn ausgibt. Ich kann Ihre Versicherung und Ihren Mitarbeiter nur weiterempfehlen.


Bitte lassen Sie es mich wissen, wenn Sie dieses Schreiben nicht erhalten haben.


Ich liebe Mahnungen, denn dann weiß ich, dass Ihre Mitarbeiter arbeiten.


Ich kann nicht schlafen, weil ich Ihre Versicherung betrogen habe. Darum schicke ich anonym 300 Euro. Wenn ich dann immer noch nicht schlafen kann, schicke ich Ihnen den Rest.


Um keinen Fehler zu machen, habe ich den Versicherungsantrag vorsichtshalber nicht unterschrieben.


Seit zehn Jahren wohne ich ihn ....., wo ich in der Metzgerei als Gehilfe zum Ausweiden, Zerteilen und Bedienen der Kunden tätig bin.


In Ihrem Schreiben vom 28.02. über die neue Beitragsrechnung haben Sie mich freundlicherweise zum Fräulein befördert, was im Zusammenhang mit meinem Vornamen Albert jedoch zu peinlichen Vermutungen Anlass gibt.


Schaden Humor per Originalbriefe von Kunden an Versicherer